Geschichte
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Das Pordoijoch verbindet die Ladinischen Täler Fassatal und Grödental mit Fodom und dem Gadertal. Das Pordoijoch ist eine geografische Zone im Herzen der Dolomiten, die im Norden an die Sellagruppe und im Süden an die Gruppe der Marmolata, auch "Königin der Dolomiten" genannt, mit Vernel und Ciampac grenzt.
Das Pordoijoch verbindet die Dörfer Arabba, Pieve di Livinallongo del Col di Lana, Corvara und Cortina d'Ampezzo mit Canazei di Fassa, Moena, auch "Fee der Dolomiten" genannt, Cavalese und Wolkenstein in Gröden. Die Zone rund um das Pordoijoch ist im Sommer Sitz von unzähligen und lobenswerten Wanderungen, Klettersteigen und historischen Kletterungen. In den Dreißigerjahren war sie auch die Wiege des Bergführers Tita Piaz, auch der "Teufel der Dolomiten" genannt.
Mit dem im Jahre 1897 vom damaligen Landtag Tirol gewählten Landesgesetz wurde der Bau der Großen Dolomitenstrasse beschlossen, welche in Bozen startete, über das Pordoijoch führte und in Cortina endete. Die Arbeiten begannen im Mai 1901 im Auftrag des Architekten Christomannos, um der Welt die Naturwunder der Dolomiten zu zeigen. Längs des Streckenverlaufs wurden Herbergen gebaut, die nun Hotels sind, wie zum Beispiel das Grand Hotel Carezza in der Nähe des Karerpasses, das Hotel Dolomiti in Canazei und das Hotel Savoia auf dem Pordoijoch. Später wurden das Hotel Pordoi und die Dependance, jetzt Hotel Appartamenti Garni Gonzaga genannt, gebaut. Es ist Pflicht diese wunderschönen architektonischen Bauten voller Geschichte zu besichtigen. Das Hotel Savoia und das Hotel Pordoi bewahren heute noch die unberührten Originale der Fresken aus der Epoche des Jugendstils auf.
Der Abschnitt Fassatal - Livinallongo wurde im Herbst 1905 eingeweiht. Auf dem Pordoijoch, auf 2.239 m ü. d. M., befindet sich heute noch der 1905 errichtete Gedenkobelisk, auf welchem sich die technischen Daten der Strasse befinden, auf deren Rampen jedes Jahr Millionen von Touristen aus aller Welt vorbeifahren.
Während dem Ersten Weltkrieg 1914-18 wurde das Pordoijoch, das sich neben der Grenze zwischen dem Österreichisch-ungarischen und dem Italienischen Reich befand, Kriegsgebiet und alle Lokale wurden für militärische Zwecke beschlagnahmt. In Richtung Arabba, in der Provinz Belluno, wurde ein Beinhaus gebaut, das die Leichen von ungefähr 500 auf der Österreichisch-ungarischen Front Gefallenen aufbewahrt.
Nach der Kriegszeit wurden Jahre neuer Opfer benötigt, um die Wirtschaftstätigkeiten des Pordoijochs wieder herzustellen.
Maria Piaz errichtete zusammen mit ihrem Sohn Francesco 1962 die erste wegbereitende Seilbahn des Sass Pordoi, die zur "Terrasse der Dolomiten" auf 2.950 m ü. d. M. führt. Von dort aus haben Touristen aus aller Welt die Gelegenheit die fantastischen Naturwunder der Dolomiten zu bewundern.
Zu Fuß erreicht man die Berghütte Boè und die Hütte Fassa al Piz Boè auf 3.152 m ü. d. M., wo sich die Sicht 360° auf dem gesamten Alpenraum verbreitet.
Das Pordoijoch ist durch Gino Bartali und Fausto Coppi in die Radsportgeschichte des Giro d'Italia eingegangen und war seit 1965, als die "Cima Coppi" gegründet wurde, 13 Mal der höchste Übergang des Giro d'Italia. Der letzte Übergang fand im Jahre 2002 durch Perez Cuapio statt.
Das Pordoijoch war mehrmals Etappenziel des Giro d'Italia:
- am 06.06.1990 Etappe n.16, gewonnen vom Franzosen Charly Mottet
- am 12.06.1991 Etappe n.17, gewonnen von Franco Chioccioli
- am 07.06.1996 Etappe n.20, gewonnen von Enrico Zaina
- am 01.06.2001 Etappe n.13, gewonnen von Julio Perez Cuapio
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